Mit dem Modularen Sperrkniegelenk 3R41 gelang dem Unternehmen Otto Bock, seines Zeichens führender Entwickler im Bereich der Exoprothetik, eine weitere Innovation. Erstmals werden bei einer Knieprothese Kunststoff-Spritzgußteile eingesetzt. Dies ermöglicht bei der Gestaltung der Prothese zum einen eine ergonomische, weichere Ausformung des Gelenkkörpers, was vor allem für die Integration in das Prothesensystem eine wichtige Rolle spielt (z.B.: beim Tragen unter einer Schaumstoffkosmetik), zum anderen bringt es wesentlich wirtschaftlichere Produktionskosten mit sich. Darüber hinaus erlaubt der Einsatz von Kunststoff eine Leichtbaukonstruktion, die der wichtigen Anforderung des geringen Gesamtgewichtes der Kniegelenksprothese gerecht wird.
In der formalen Entwicklung gilt es, ein ruhiges, klares und kompaktes – weniger technisch anmutendes – Produkt zu schaffen, das in seiner Produktsemantik gleichermaßen die Sicherheit und Zuverlässigkeit wie auch eine zurückhaltende Dynamik transportiert. Technische und funktionale Elemente sind als ästhetische Details integriert. Im Sinne einer sinnvollen Reduktion der Bauteile sind die einzelnen Komponenten der Prothese möglichst multifunktional ausgeführt.




